Spi setzen auf kleinen Kielbooten ist eine gute Basis für die Großen. Die Handgriffe für die Vier Positionen an Bord findest Du in den Playbooks.

Hier kommt jetzt die Beschreibung mit Bildern dazu:

Los geht es mit dem Anbauen des Spinnaker.

Je nach Größe, kann der Spi aus dem Niedergang gesetzt werden, oder wie hier, aus dem Sack von der ersten Relingstütze. Das ist in sofern einfacher, da der Weg zum Spibaumende für das Luv-Liek dann nicht so weit ist.

ACHTUNG! Beim Anbauen immer darauf achten, das die Spinnakerschoten über der Reling laufen!

Wir wollen ja nur den Spi setzen und nicht die Reling.

Dann noch ein Blick aufs Spifall. Das muss vor den Salingen laufen, wenn die Salinge angepfeilt sind. Darauf muss der Vorschiffman  achten, kurz bevor der Spi gesetzt wird. Ansonsten kann es passieren, das ein evtl. Schnappschäkel durch Berührung an der Saling aufgeht, viel Spass beim Fall runter holen, oder der Spi im schlimmsten Fall zerreist, da er zwischen Saling und Großsegel eingeklemmt ist und der starke, große, kräftige Mastmann zieht und zieht, das Teil soll ja hoch!!!

 

 

Jetzt die Luv-Spischot in das Spibaum-Ende einführen.

!!!Nur die Schot in den Beschlag legen.

 

Dann den Spibaum am Mast einpicken.

Im Hintergrund ist V2 mit dem Topnant zu sehen. Der Topnant hält den Baum oben und der Vorschiffman muss nur führen. Das ist Teamwork!!!

Wenn der Spibaum gesetzt ist, wird das Luv-Schothorn zum Spibaum-Ende gezogen.

Auch hierbei können Vorschiff und Pit wieder gut zusammen arbeiten.

Vorschiff-Frau zieht Luv-Spischot und hält gleichzeitig den Spibaum gegen das Vorstag gedrückt während der Pit den Spi führt und die Luv-Schot nachzieht.

Sobald der Baum etwas vom Vorstag frei kommt, ziehen Vorschiff und Pit den Spi hoch. Der Großtrimmer kommt jetzt nach vorn z. B. an die Lee-Spischot, aber erst dann ziehen, wenn der Spi oben ist!!!!  Jetzt hat der Großtrimmer die Lee-Schot, sitzt auf der Luv-Seite und der Pit übernimmt die Luv-Schot.

Vorschiff macht noch den Fallenstopper vom Fockfall auf und nimt die Fock runter. Dabei vorher nicht die Fockschot lösen, weil dadurch das Unterliek der Fock auf die Außenseite der Reling rutschen kann. Es besteht die Gefahr, das ein Teil des Segels ins Wasser fällt. Das bremst ja nur 🙂

Wenn Zeit ist, das Spifall aufklaren und den Spisack im Niedergang aufhängen. Geborgen wird gleich wieder in den Spisack. So braucht niemand unterwegs neu zu packen. Geht bei Tüchern bis ca. 55qm noch ganz gut. Da drüber entsteht schnell mal eine Eieruhr, wenn die Lieken nicht abgegriffen werden.

Und dann heißt es nur noch trimmen, trimmen, trimmen. Immer wieder die Lee-Spischot fieren, also lösen, bis das Luv-Liek leicht einfällt, dann wieder ziehen. Wenn der Spi stark einfällt, muss die Luv-Schot gefiert werden, während die Lee-Schot gezogen wird. Der Spi sollte immer als eine Einheit betrachtet werden. Wenn der Spi nach achtern geholt werden soll, ist es immer einfacher, in Lee zu fieren und dann zur selben Zeit in Luv ziehen.