Die Steuerfäden

Fäden lügen nie

Mit Steuerfäden sind die vorderen, unteren Fäden in der Fock oder Genua eines Bootes mit zwei Segeln gemeint. Dabei sollte es sich immer um ein Pärchen handeln, nämlich ein Faden an Backbord und einer an Steuerbord. Im Idealfall ist dann noch einer Rot und einer Grün oder Blau.

Diese Fäden helfen dem Steuermann dabei seinen Hoch am Wind Kurs zu finden. Beim Hoch am Wind Kurs ist das Vorsegel maximal, der Windstärke entsprechend, fest gezogen und belegt.

Der Steuermann fährt so lange an den Wind, also anluven, bis der Lee-Faden, die dem Wind abgewante Seite, anfängt in die horizontale Lage zu steigen. Jetzt weiter anluven, bis auch der Luv-Fadn horizontal und parallel steht.

So ist erst einmal alles prima.

Steuerfäden

Jetzt besteht die Aufgabe des Steuermann darin, den Luv Faden immer mal wieder etwas steigen zu lassen, also an zu luven, und dann wieder leicht abfallen, bis die Fäden wieder parallel sind. Dies gilt für den gesamten Am Wind Kurs.

Wenn die Windrichtung sich ändert, und damit der Einfallwinkel des Windes, werden auch die Steuerfäden reagieren und dem Steuermann anzeigen, was er tun muss:

Wenn der Lee Faden nicht horizontal parallel steht, anluven.

Wenn der Luv Faden nicht horizontsl, parallel steht, abfallen.