Tauwerkschäkel spleißen

Moderne Segelboote haben so gut wie kein schweres Metall mehr an Bord. Die Masten und Großbäume bestehen aus Kohlefaser, die Ruder sowieso. Deck und Rumpf werden im Sandwichverfahren gebaut.

Jetzt verschwinden auch immer mehr die normalen Schäkel aus Metall. Als Ersatz gibt es Dyneema. Eine hochfeste Kunstfaser. Dyneema hat so gut wie keine Dehnung, ist daher natürlich für Fallen und Trimmleinen gut geeignet. Dabei leicht und eben auch spleißbar. Deshalb hier ein paar Bilder zum Thema Tauwerkspleiß:

Tauwerkschäkel1

Hier ist zu sehen, was ich für den Tauwerkschäkel benötige. Ein Stück Dyneema in der richtigen Länge, ergibt dann den Schäkel.

In  der Mitte ist das Ergebniss zu sehen. Auf das Ende kommt ein Diamantknoten, oder wer den nicht kann, knotet einen Wurfleinenknoten oder Achtknoten.

Tauwerkschäkel2

Mit der Spleißnadel stecke ich das Ende ohne Knoten in die quasi „Röhre“ des Tauwerks, komme vor dem Knoten wieder heraus, so das lediglich eine kleine Schlaufe bleibt, die gerade so groß ist, das der Knoten durch paßt

Tauwerkschäkel3

Es gibt natürlich noch ein paar Möglichkeiten, den Tauwerkschäkel zu optimieren, so gehts aber erst einmal ganz gut. Die Nadel gibt es bei der Firma Liros und auch Tauwerkreste aus Dyneema in verschiedenen Durchmessern werden zu Kilopreisen direkt ab Werk angeboten. Dort vorbei zu fahren lohnt sich auf jeden Fall, wenns nicht gerade 1000 Km sind. Ansonsten zu einem Spleißkurs anmelden. Ich bin mit dabei, wenns im Winter ist 🙂  🙂  🙂